ELENA KONEFF, VADIM KOSMATSCHOF & STUART VEECH
Das künstlerische Wirken der Familie Koneff-Kosmatschof-Veech ist seit jeher auf gemeinsame, geistige Bewegung gerichtet, auf ständige Veränderung, auch in ihren fertiggestellten Werken. Ihre Kunst fordert ein taktiles Sehen heraus, durch ihre Tiefe, ihre Beziehung zu Raum und Licht. Sie endet nicht mit dem Objekt, sondern atmet und reagiert wie ein Organismus auf Körper, Bewegung und Umgebung. Dies zeigt sich in einer großen Vielfalt und Interdisziplinarität im Werk der Künstler:innen: von Elena Koneffs Faserreliefs und Malereien, über Vadim Kosmatschofs Skulpturen und Installationen sowie Stuart Veechs installative Interventionen.
Das Schaffen der Familie spannt sich von der russischen Avantgarde und vormodernen Techniken des Kunsthandwerks bis zur technologischen Revolution unserer heutigen Zeit. Es reicht über Kontinente, Sprachbarrieren und Disziplinen, wächst und verändert sich dabei ständig weiter.
Im Studio X2732 führen sie alle Fäden und alle Ebenen des künstlerischen Schaffens, von der Idee, über die Werkstatt bis zur Ausstellung, zusammen. Mit den SESSIONS 26 denken die Künstler:innen die Prozesshaftigkeit des STUDIO X2732 konsequent weiter und öffnen ihr Atelier, lassen somit das Werden der Kunst in allen Phasen des Schaffens erleben und erforschen. Noch nie gezeigte Werke der renommierten Künstler:innen können von Skizzen über Modelle bis zu den ersten Bauten erlebt und befragt werden.
Vadim Kosmatschof (geb. 1938, Kaluga) und Elena Koneff (geb. 1939, Moskau) sind ein Künstlerpaar, das sich bereits am Moskauer Kunstgymnasium kennenlernte und anschließend an der renommierten Stroganov Kunsthochschule gemeinsam studierte. Beide zählen zu zentralen Figuren der sowjetischen Moderne der 1970er-Jahre und entwickelten parallel eigenständige künstlerische Positionen: Kosmatschof mit kinetischen und großmaßstäblichen Skulpturen im architektonischen und landschaftlichen Kontext, Koneff mit experimenteller Objektkunst und raumbezogenen Tapisserien.1979 emigrierten sie in den Westen. Zwischen 1983 und 2010 lebten und arbeiteten sie in Deutschland, wo Kosmatschofs großformatige Skulpturen in zahlreichen Städten im öffentlichen und architektonischen Raum realisiert wurden. 2010 verlegten sie ihr Atelier wieder nach Österreich.
Heute leben und arbeiten sie in Wien und Niederösterreich. Gemeinsam mit Mascha Veech-Kosmatschof und Stuart A. Veech gründeten sie das Studio X2732 als interdisziplinären Ort für Produktion, Ausstellung und offenen, interdisziplinären Austausch.
Mascha Veech-Kosmatschof (geb. 1964, Moskau) und Stuart A. Veech (geb. 1964, Chicago) verbinden Architektur, Kunst und Technologie in einem integrativen Ansatz. Nach Studien an der Universität für angewandte Kunst in Wien und der Architectural Association in London (bei Zaha Hadid), wo sie sich kennenlernten, gründeten sie 1993 in Wien Veech x Veech. Das Studio verbindet digitale Systementwicklung mit physischer Raumgestaltung. Dort entstehen technologische Lösungen, im Studio X2732 experimentelle, materialbasierte Prototypen, Kunstobjekte und Installationen. Diese Verschränkung von digital und analog prägt den Ansatz von Veech x Veech. Als Künstler ist Stuart A. Veechs Arbeit auch in von der Berbindung analoger Materialien und digitaler Impulse, wie durch sein architektonisches Denken geprägt. Seine Arbeiten stehen immer im Verhältnis zu Raum, Licht und Perspektive. Licht dient nicht nur der Sichtbarmachung, sondern als „Baumaterial“. In einer zunehmend beschleunigten Welt sieht er seine Arbeiten als Einladung zur Aufmerksamkeit, Entschleunigung und Präsenz.
Aufgabenbereich: Pressearbeit für die SESSIONS26 am 30. und 31. Mai 2026
© Hertha Hurnaus
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