Zukunftstheater
“Processing Pinocchio“ © Barbara Pálffy
Das Future Lab bringt vom 19. bis 22. Februar 2026 frischen Tech-Wind ins Schubert Theater. Erstmals in Wien zu sehen: das Video-Game-Theater “Let’s play I’m old and tired” von Total Refusal und Theater im Bahnhof. Ebenso die Uraufführung des KI-Theaters “Processing Pinocchio” mit der zentralen Frage: Was bedeutet es, ein “echtes“ Wesen zu sein, wenn Maschinen beginnen, uns zu spiegeln? Außerdem der Augmented-Reality (AR)-Workshop von Artificial Museum, dessen Ergebnisse als AR-Ausstellung rund um das Schubert Theater präsentiert werden. Mit dem Future Lab 2026 gestaltet das Schubert Theater bereits zum vierten Mal ein Festival, in dem sich Theater mit neuen Technologien verknüpft. Vertieft wird dieses Zusammenspiel auch diesmal in den Future Talks.
“Let’s play I’m old and tired”: Ein Live-Gaming-Theater von Theater im Bahnhof mit Total Refusal
Das Future Lab startet mit einem Knall – genauer gesagt mit der Wien-Premiere von “Let’s play I’m old and tired” des mehrfach ausgezeichneten Kollektiv Total Refusal und Theater im Bahnhof.
Total Refusal und Theater im Bahnhof nehmen das Adventure-Game Red Dead Redemption 2 als Grundlage und erschaffen einen ungewöhnlichen Avatar: einen müden, ausgebrannten Helden, der in der Videogame-Wildnis Ruhe sucht.
Erschöpfte Individuen steuern digitale Körper
Total Refusal und Theater im Bahnhof entwerfen live vor den Augen des Publikums einen müden Helden, der in den Bergen eines Videogames ein zurückgezogenes Leben in Abgeschiedenheit führen will.
Statt jugendlichem Aufstiegstraum zeigt der Avatar in “Let’s play I’m old and tired” die Erschöpfung einer überreizten, leistungsfixierten Gesellschaft. Was passiert, wenn ein Avatar alt, entscheidungsschwach und motivationslos wird – zu müde für Quests, aber vielleicht gerade darin radikal?
“Let’s play I’m old and tired” © Johannes Gellner
Processing Pinocchio: Ein KI-Theater nach Motiven von Carlo Collod
“Processing Pinocchio“ ist eine Reise durch die Entwicklung von KI, ein Märchen-Update, ein Schöpfungsritual und eine Einladung, über die Zukunft nachzudenken, die wir uns gerade selbst erschaffen.
Märchen trifft auf Technologie
Zwischen Märchenfragmenten und digitaler Illusion entsteht ein Dialog zwischen den zwei Generationen künstlicher Intelligenz.
Die zentrale Frage: Was bedeutet es, ein “echtes“ Wesen zu sein, wenn Maschinen beginnen, uns zu spiegeln?
Der real drohende Verlust und der im Märchen erwünschte Traum von Wahrhaftigkeit, Glaubwürdigkeit und Menschlichkeit wird zum poetischen Zusammenspiel von Puppe und KI über Bewusstsein, Schöpfung und die Sehnsucht nach Authentizität.
Workshop „Puppe zu Pixel“ – Erweiterung der Realität mit Pixelpuppen
Auch dieses Jahr kooperiert das Artificial Museum mit dem Future Lab und lädt zu einem hands-on AR-Workshop ein.
“Let’s play I’m old and tired” © Johannes Gellner

