Bühnenerzählung
xy © 01An der Universität für Weiterbildung Krems gibt es ab dem Wintersemester 2026/ 27 ein neues Studienprogramm, das die Erzählmittel des Theaters für gesellschaftliche Fragen nutzbar macht. Unter dem Titel „Stage Narration – Erzählen für die Bühnen unserer Zeit“ zählen prominente Stimmen aus der kulturschaffenden Branche zu den Lehrenden, unter anderem Ruth Beckermann, Samira El Ouassil, Mareike Fallwickl und Florian Scheuba. In Kooperation mit der Wortwiege in Wiener Neustadt entwickeln die Studierenden eigene szenische Projekte.
Geschichten und Narrative begegnen uns überall – in Politik, Unterhaltung, Werbung und jeder Form von Kommunikation. Sie transportieren Botschaften, erzeugen Emotionen und erreichen weite Gruppen, beschränken sich aber häufig auf einzelne Standpunkte.
Das klassische Drama hingegen konfrontiert das Publikum mit unterschiedlichen Perspektiven und macht die Bühne zu einem idealen Ort, um den Umgang mit radikal verschiedenen Auffassungen zu erlernen.
Theater mit Journalismus, Ausstellungsentwicklung und Spieleforschung verbinden
„Eine Besonderheit des Studiums besteht im Verbinden von Bereichen des Theaters mit theaterfremden, aber verwandten Feldern wie Ausstellungsentwicklung, Spieleforschung oder Journalismus", sagt Studienleiter Mag. Robert Neiser, PhD, vom Department für Kunst- und Kulturwissenschaften.
"Durch den Brückenschlag und den Dialog mit Expert_innen aus diesen Feldern wird über neue Möglichkeiten der Vermittlung und des Wissenstransfers nachgedacht, die die Teilnehmer_innen mit ihrer eigenen Praxis verbinden können."
Die Bühne als Ort der Auseinandersetzung
Stage Narration" steht für jede Form lebhafter Erzählung, die Menschen in Auseinandersetzung miteinander zeigt.
xy © 02Über die klassische dramatisch-theatralische Form hinaus ermöglicht sie eine Vermittlung, die nicht nur den intellektuellen Bereich erfasst, sondern auch Emotionen zulässt und alle Kommunikationsebenen einbezieht.
Auf der Bühne und besonders im Theater werden Geschichten über Text, Raum, Licht, Kostüm, Musik, Sprache und Körper erzählt – die Live-Erzählung wird so zum multimedialen Ereignis, das unterschiedliche Figuren und Sichtweisen aufeinanderprallen lässt.
Das Studium verbindet ein solides dramatisches Handwerk mit der Frage, wie diese Erzählweise für nicht-theatrale Felder fruchtbar gemacht werden kann.
Mit Expertise aus Theater, Film und Literatur
Für das Studienprogramm konnten zahlreiche Expert_innen aus der kulturschaffenden Branche gewonnen werden. Zu den Lehrenden zählen Samira El Ouassil (Theorie der Erzählung), Mareike Fallwickl (Erzählen und Verantwortung), Maria Thanhoffer (Erzählen mit dem Körper), Hans Kudlich (Erzählen mit dem Raum), Sabine Ebner (Erzählen mit Kostüm) und Nils Strunk (Erzählen mit Musik).
Ergänzt wird das Team durch Elise Wilk (Dramatikerin, Rumänien), Isobel McArthur (Schauspielerin und Dramatikerin, UK), Wendy Coones (Ausstellungsentwicklung), Florian Scheuba (Journalismus und Satire), Ruth Beckermann (Formen des Dokumentarischen) sowie Calle Fuhr (Investigativtheater).
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