Sturm
© Marcel KöhlerMarlene Streeruwitz hat im Auftrag des Theater Nestroyhof Hamakom ein Stück geschrieben. Im Zentrum steht ihre Figur „Frau Horvath“, die erstmals 1993 in New York. New York., uraufgeführt in den Münchner Kammerspielen, ins Leben geschrieben wurde. Jetzt ist die unverwüstliche Frau Horvath in unserer Gegenwart angekommen. Sturm. ist von 23. September bis 24. Oktober im Hamakom zu sehen.
Die Frau Horvath. Die ist eine dieser Überlebenskünstlerinnen, ohne die die Welt längst an sich selbst zugrunde gegangen wäre.
Männerunterwelt
Aus schlimmen Verhältnissen in das landesüblich abgewertete Frauenschicksal geboren, nimmt sie den Kampf auf, um wenigstens für ihre Kinder eine bessere Welt zusammenzuschustern.
Als Häuslfrau des Herren WCs an der Stadtbahnstation Burggasse regiert sie eine Männerunterwelt, zu der es gehört, Prometheus zu versorgen. Der ist in einem Hinterzimmer untergebracht. Bias und Krato kommen weiterhin, den Fluch von Zeus zu erfüllen.
Urmutter des Leidens
Frau Horvath versorgt den Gefolterten, damit er wieder gefoltert werden kann.
© Marcel KöhlerSie ermöglicht sein Weiterleben und verlängert damit sein Leiden.
Sie ist seine Amme und zugleich seine Nemesis. Eine Urmutter.
Gemeinishüterin
Anne Bennent wird diese archetypische Figur der Hüterin des Geheimnisses im Theater Nestroyhof Hamakom spielen.
Stellvertretend für uns alle wird sie als Frau Horvath vor dieser Tür stehen, hinter der inmitten unseres Alltags das Schlimmste stattfindet.
Lesemarathon
Frau Horvath, Klofrau sowie Amme und Nemesis von Prometheus, und ihre Angehörigen tauchen in mittlerweile vier Theatertexten von Marlene Streeruwitz auf.
© bahoe books
